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Biografie - der künstlerische WerdegangIm Jahr 1942 in der mittelenglischen Grafschaft Warwickshire geboren, wuchs ich in Reading an der Themse auf, wo ich die Schuljahre verbrachte und in deren umliegenden Gegend der Chiltern Hills erstmals die Landschaft kennenlernte. Während der jährlichen Sommerferien an der Nordküste von Cornwall an der südwestlichsten Spitze von England erwackte in mir die Begeisterung für breite Sandstrände, steile Felsklippen und das wunderbare Geschrei der Seemöwen, die sich im Wind über die Brandung segelten. Zwei der vielen Bücher, die wir zuhause hatten, «Snowdonia Though the Lens» von W.A.Poucher and «Alpine Ways» by F.S.Smythe öffneten für mich ein Fenster in die Bergwelt, die seither eine Art seelische Heimat geworden ist. Unvergesslich bleibt meine erste Bergbesteigung als Dreizehnjähriger in Wales (Crib Goch, Snowdon) mit meinem Vater, sowie mit siebzehn die erste Auslandreise nach Wengen im Berner Oberland für eine Woche Skiferien. Dort erlebte ich die glanzvolle Pracht des alpinen Hochgebirges, die meine Vision der Bergwelt schon damals tief einprägte. Seither hatte ich das grosse Glück, in den Bergen unzählige Wanderungen zu machen, unter freiem Himmel die Freiheit zu geniessen und die Wege der Bergwelt mit Respekt und Freude kennenzulernen.
Gedanken über die Berg- und LandschaftsmalereiWie immer, wenn es um Kunst geht, gibt es keine einzige oder einfache Antwort auf die Frage der Qualität. Ob die Absicht des Künstlers darin besteht, zu porträtieren oder zu provozieren, zu stimulieren oder zu befriedigen, technische Virtuosität zu beweisen oder gerade das Gegenteil, es gibt immer sowohl objektive als auch subjektive Elemente in jeder Beurteilung des Wertes. Meines Erachtens sind drei Kriterien grundlegend: Orginalität, visuelle Auswirkung und handwerkliches Geschick. Betreffend Orginalität stelle ich mir die Frage: habe ich das Bild, oder ein ähnliches, schon gesehen? Vielleicht ist das Sujet bekannt; aber wenn es neu interpretiert oder dargestellt wird, dann habe ich das Gefühl, dass ich es jetzt neu sehe. Es kann sein, dass es mir zum ersten Mal so vorkommt, weil es bisher tatsächlich nie gemacht wurde. Man erinnert sich an den Spruch von Paul Klee: Zweck der Kunst ist es, nicht das Sichtbare wiederzugeben sondern das Unsichtbare sichtbar zu machen. Ein Bild hat starke visuelle Auswirkung, wenn es meine Aufmerksamkeit spontan weckt und sich in mein Gedächtnis einprägt ohne dass ich bewusst etwas dafür tun muss. Entweder durch seine starken Linien oder intensiven Farben, aufgrund besonderer Aktualität oder eines Überraschungselements, oder einfach durch meine Empfindsamkeit oder eine neue Einsicht ... es ist das Bild, das in meinem Kopf bleibt, wenn ich die Ausstellung verlasse. Handwerkliches Geschick und Können ist ein Aspekt der Kunst, der heutzutage eher verpönt als hochgeschätzt zu sein scheint, in meinen Augen zu unrecht. Wenn ein Handwerksmeister einer ist, der an die Ausübung und Verfeinerung seines kreativen Könnens Freude hat, dann ist es klar, dass ein hohes Mass an handwerklichem Geschick nicht nur Naturtalent sondern auch die Zeit und den Willen voraussetzt, welche nötig sind, um die Materialien und Techniken zu beherrschen. Nur dann kann der Künstler, in der Handhabung des Mediums uneingeschränkt und zur Ausschöpfung dessen Ausdrucksmöglichkeiten fähig, ein Werk schaffen, das für sich selbst spricht und auch den Betrachter für das Können seines Schöpfers begeistern kann. Ob ein Werk diese Kriterien erfüllt, kann grossenteils objektiv beantwortet werden. Weit mehr subjektiv bleibt allerdings die Frage der Aesthetik. Hier haben wir mit dem Schönheitsbegriff und dem Bereiten der Freude zu tun, welche die Eigenschaften des Bildes selbst betreffen sowie dessen Fähigkeit eine emotionale Resonanz im Betrachter hervorzurufen. Nicht nur ein Gemälde sondern auch eine Landschaft wird als schön empfunden, wenn gewisse Qualitäten vorhanden sind. Eine Bergwanderung kann schon durch eine schöne Landschaft führen aber die Herausforderung für den Künstler besteht darin, nicht nur den «richtigen» Aussichtspunkt zu finden sonderen auch Licht- und Wetterverhältnisse zu erwischen, die seinen malerischen Absichten entsprechen. Die Momente, wenn alles optimal zusammen kommt, um Quintessenz der Szene zu erfassen, sind meistens von kurzer Dauer und deshalb ist für mich die Fotografie das bevorzugte Medium, um Bildmaterial zu sammeln. Die spätere Umsetzung mit Pinsel und Farbe im Atelier ermöglicht mir den ursprünglichen Moment, in all seiner Intensität, wieder zu erleben; allerdings mit der Zeit die ich brauche, um es «richtig» zu machen, ohne dass ich wegen Regen oder Dunkelheit alles wieder einpacken muss. In meiner Landschaftsmalerei, ob in den Bergen, an einem See, einem Wasserfall oder an der Küste, ist mir die naturgetreue Darstellung wichtiger als fotografische Genauigkeit; allerdings in einer Art und Weise, welche meiner persönlichen Ansicht entspricht und meine Reaktion auf die Seele des Ortes zum Ausdruck bringt. Wenn das geschaffene Werk auch in Anderen, die mit mir eine Begeisterung für die schöne Welt der unberührten Natur teilen, eine Saite zum Klingen bringt, dann bin ich mehr als zufrieden. | ||||||||||||||||